Wirtschaftspsychologie: Barrierefreiheit im Umgang mit elektronischen Medien kontinuierlich sicherstellen
Eine häufig mangelhafte Bedienfreundlichkeit elektronischer Geräte verursacht nicht nur Stress, Mehraufwand und Mehrkosten, sondern schließt u.U. auch technikaffine Berufstätige aus ihren Arbeitsbereichen aus. Demgegenüber definieren Germaine Haase und Kolleginnen in der Fachzeitschrift WIRTSCHAFTSPSYCHOLOGIE die „Anforderungen an mobile Endgeräte in einer diversen Berufswelt“. U.a. „müssen barrierefreie Hard- und Softwaregestaltung sowie...
David Kaufmann, lassen sich Städte klimafit machen ohne zu gentrifizieren?
Mehr Bäume, kühlere Strassen und energieeffiziente Gebäude machen Städte lebenswerter, aber auch teurer. Dies erhöht den Druck auf Menschen mit tiefen Einkommen. Klima und soziale Stadtentwicklung müssten deshalb zusammen gedacht werden, sagt der Städteforscher David Kaufmann. Es ist ein klassisches Dilemma der Stadtentwicklung: Wir wollen lebenswerte Quartiere mit viel...
Arbeitslose: teils zufrieden, teils verzweifelt
Die Unterschiede zwischen Arbeitslosen sind größer als häufig angenommen, berichtet Celine-Chantal Elster-Kann in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift ´Psychosoziale und Medizinische Rehabilitation`. Mehrere Typologien sind in der Forschung beobachtet worden. Alle ähneln dem Modell des belgischen Arbeitspsychologen Hans de Witte. Er registrierte in seiner Studie mit Arbeitslosen: Die Prozentanteile...
Hohe Chancen für Existenzgründung im ländlichen Raum
Für qualifizierte Existenzgründungen bieten viele ländliche Räume attraktive Chancen: ebenso vorteilhaft für Gründer wie für ihr Umfeld. Der Psychologe Prof. Dr. Wolfgang George und 30 weitere Experten beschreiben in Einzelbeiträgen in einem Reader die erfolgreichen Realisierungsgsmöglichkeiten. George nennt die Anforderungsmerkmale eines ländlichen Gründungszentrums: „Am Anfang des ländlichen Gründungsprozesses steht...
Das Spiel – nicht Arbeit – schafft und verändert Kultur
„Da Spiel von der biologischen Bedürfnisbefriedigung abgekoppelt ist, wird es nicht durch Triebdruck beeinträchtigt und kann sich frei entfalten. Diese Beweglichkeit ist es, die dem Spielenden evolutionäre Vorteile verschafft, weil neue und damit fremdartige Situationen von ihm besser bewältigt werden können. Wer spielt, übt sich in Kreativität,“ schreibt der...
Kurzpausen bedeuten meist keinen realen Zeitverlust
Pausen im Homeoffice: „Eine Erholung ist bereits bei sehr kurzen Unterbrechungen zu erwarten, da der Erholungseffekt zu Beginn der Arbeitspause höher ist und mit zunehmender Länge abnimmt. Kurzpausen bedeuten keinen realen Zeitverlust oder eine Abnahme der Produktivität, da die Arbeit nach der Pause aufgrund geringerer Ermüdung z.B. in schnellerem...
Verhaltensstörung ADHS produktiv im Beruf nutzen
Etwa drei bis vier Prozent der erwachsenen Bevölkerung leiden unter einem Hyperaktivitätssyndrom (ADHS), (nach DSM5) einer Verhaltens- und Entwicklungsstörung: Im Arbeitskontext können v.a. die hohe Impulsivität und die extreme Fokussierung auf einzelne Ziele Irritationen auslösen. Dennoch können Führungskräfte mit ADHS-Syndrom ihre problematischen Eigenschaften produktiv als Stärken einsetzen. Die Chancen...
Transparenz ist das übergreifende Merkmal erfolgreicher Selbstdarstellung
Impression Management: „Praktische und theoretisch Gründe sprechen dafür, sich bei seiner Selbstdarstellung im Beruf auf akteurszentrierte Strategien zu stützen,“ d.h. eigene Leistungsvariablen sichtbar zu machen, empfiehlt Dr. Henning Brand im Reader „Selbstverwirklichung im Arbeitsleben“. „Beziehungsorientierte Strategien haben demgegenüber ein höheres Konfliktpotential, reagieren empfindlich auf Reziprozität“ und sind fragil. „Akteurszentrierte...
Indikationsstellung für medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) verbesserungswürdig
Die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) kann Kranken die Rückkehr in das Berufsleben ermöglichen und die Rentenkasse entlasten. Doch häufig erhalten Rehabilitanden nicht die für sie spezifisch optimale Behandlung, berichtet die Fachzeitschrift Psychosoziale und Medizinische Rehabilitation. Betroffene Patienten und Rentenkasse sind die Leidtragenden. „Im Bereich der herkömmlichen medizinischen Rehabilitation ist die...
Ingenieurpsychologie: neue, kritische Herausforderungen
„Die künstliche Intelligenz neigt dazu, einem nach dem Mund zu reden und teilweise die Wahrheit inkorrekt darzustellen, um NutzerInnen zu gefallen. Wenn wir uns daran gewöhnen, wäre es hochgradig problematisch, weil daraus unrealistisch hohe Erwartungen an menschliche Beziehungen resultieren können. Wir sehen darin v.a. eine Gefahr, wenn die jüngere...
Verantwortung: Mut – und die richtigen Fragen stellen
Führung korrespondiert mit Verantwortung – und verlangt in erster Linie Fragen an sich selbst wie an andere. Der Consultant und Arbeitspsychologe Dr. Felix Frei empfiehlt in seiner Monografie Verantwortung: „Im gemeinsam sokratisch geführten Diskurs entwickelte Rollenverständnisse und -beschreibungen sind ein nützliches Werkzeug für alle Beteiligten.“ Der Diskurs beginnt immer mit...
High-Risk-Teams sind mit kollektiver Achtsamkeit erfolgreich
Ein Hochleistungs- und High-Risk- Team – z.B. Feuerwehr, medizinischer Rettungsdienst oder Kernkraftwerks-Crew – benötigt für den Erfolg und die eigene Sicherheit eine „kollektive Achtsamkeit“, die durch keine fachfremde Autorität gestört wird. Dr. Peter Mistele und Prof. Dr. Silke Geithner berichten Details in ihrem Beitrag zum Lehrbuch Praxis der Wirtschaftspsychologie I....